Audience Response Tools – digitale Effizienz für Veranstaltungen

Im Rahmen einer Veranstaltung auf dem DDIM* Kongress habe ich zusammen mit meinen Kollegen aus der DDDIM Fachgruppe Digitalisierung & Industrie 4.0 das Audienc Response Tool SLIDO getestet, natürlich alles anonym und DSGVO konform. Dabei konnten wir interessante Erkenntnisse sammeln.

 

Audience Response Tool – welche digitale Unterstützung bieten Sie?

Sicherlich erinnern Sie sich noch an die Hitparade mit Dieter Thomas Heck und seine TED-Abfrage zur Wahl des besten Schlagers. So ähnlich können Sie sich ein Audience Response Tool vorstellen, nur technisch ausgereifter. Die Software ermöglicht es, während einer Veranstaltung das Publikum zu befragen oder Fragen einzusammeln. In der Regel bietet die Software auch die Möglichkeit, die Abfragen direkt digital auszuwerten und grafisch darzustellen.

Wie wir das Tool SLIDO im Rahmen unserer Veranstaltung getestet haben, erfahren Sie im Folgenden.

 

Ein Workshop zur Digitalisierung war der Rahmen

Zusammen mit meinen DDIM-Kollegen boten wir auf dem DDIM Kongress die Veranstaltung „Digitalisierung – haut nah erleben“ an. Das Ziel war es moderne Techniken und ihre Anwendungen vorzustellen. Dabei interessierte es uns, welche technische Erfahrungen unser Publikum hat und welche Themen die Teilnehmer interessieren. Hierfür haben wir testweise SLIDO eingesetzt.

 

Welche Rolle spielt Digitalisierung bei Interim Manager?

Um dem Publikum den Umgang mit dem Tool näher zu bringen starteten wir mit einfachen Fragen. Hierüber erfuhren wir, dass unser Publikum in der Mehrheit seit drei bis fünf Jahren als Interim Manager selbständig sind. Die meisten Teilnehmer sind schwerpunktmäßig im strategischen Management und Business Development tätig, gefolgt von der Geschäftsführung. Fachlich kamen sie primär aus dem Vertrieb und Produktmanagement.

Danach stiegen wir in fachliche Abfragen ein. Über eine Multiple Choice fragten wir, welche Technologien das Publikum als die wichtigsten einstuft. Genannt wurden KI, Big Data, Deep Learning, Vernetzung, Plattformen Infrastruktur und Security. Das war eine Übereinstimmung mit unserer Einschätzung. Bei Augmented Reality gingen die Meinungen auseinander. Während die Fachgruppe auch diese Technologie als „wichtig“ einstufte, wurde sie von den Teilnehmern als weniger wichtig eingestuft.

Im weiterem wollten wir vom Publikum wissen, wer denn bereits KI, Vernetzung und Augmented Reality beim Kunden eingesetzt oder zumindest vorgestellt hat. Diese Abfrage ergab folgendes Ergebnis:

  • 17% der Teilnehmer hatten bereits KI beim Kunden eingesetzt
  • 11% der Teilnehmer hatten bereits Augmented Reality beim Kunden eingesetzt
  • 56% der Teilnehmer hatten bereits vernetzte Technologien beim Kunden eingesetzt

Im nächsten Schritt ließen wir das Publikum entscheiden, welche Technologie näher vorgestellt werden soll: KI, Augmented Reality oder Vernetzung – zu allen drei Themen hatten wir uns vorbereitet. Das Publikum entschied sich für KI.

Nach dem Vortrag zur KI wurden wir neugierig: Was hindert die Unternehmen sich mit der Digitalisierung zu befassen? Die Mehrheit antwortete bei dieser Multiple-Choice-Abfrage mit fehlender Digitalstrategie und Unsicherheit über was/wie/mit wem. Aber auch fehlende Analysen über den sinnvollen Weg und dessen Aufwände sowie die Sorgen um die Datensicherheit und fehlende Zeit im Tagesgeschäft waren Hinderungsgründe.

 

Unser Fazit aus dem Experiment

Tool: Für den Download der App und dem Login hatten wir zu wenig Zeit eingeplant. Die anschließende Nutzung war dagegen einfach und intuitiv.

Inhalt: Mit Hilfe von SLIDO haben wir erfahren, dass unsere Kollegen aus dem Interim Management moderne Technologien beim Kunden einsetzen, aber noch nicht in der Mehrheit. Doch es besteht Interesse, Erfahrungen auszutauschen und von anderen zu lernen. Aufgrund der genannten Hinderungsgründe, können wir auch persönliche Ziele ableiten: Interim Manager können nicht nur das notwendige Know-how und die Kapazität zur Verfügung stellen. Sie müssen auch die Potenzial-Analysen und die Digitalstrategien forcieren und unterstützen.

 

So können Sie Audience Response Tools einsetzen

Die Software von Audience Response Tools ist darauf ausgerichtet, live in Veranstaltungen oder Meetings Abfragen zu erheben oder Fragen und Statements zu sammeln. Dabei können sie in folgenden Situationen eingesetzt werden:

  • Eisbrecher: Nicht immer trauen sich Teilnehmer offene Fragen zu stellen. Mit Hilfe des Tools können sie dies anonym tun.
  • Teilnehmer auch bei räumlicher Trennung einbinden: Wenn der Vortrag in andere Räume oder Live im Web übertragen wird, gibt das Tool die Möglichkeit auch diese Teilnehmer zu befragen oder deren Fragen einzuholen.
  • Publikum einbeziehen: Bei Podiums-Diskussionen können die Fragen der Teilnehmer direkt an das Podium weitergegeben werden. Das Publikum hat somit Einfluss auf den inhaltlichen Verlauf der Diskussion.
  • Zuschauer schätzen lassen / Statistiken erheben: Durch Multiple Choice oder Ja/Nein-Abfragen können Sie direkt Umfragen erheben, z.B. um Stimmungen oder Wissensstände abzufragen.

Damit eigenen sich Audience Response Tools nicht nur für Veranstaltungen, sondern auch für Betriebsversammlungen, Vertriebstagungen oder Management-Meetings, insbesondere wenn diese per Video übertragen werden.

Alternativen zu SLIDO sind zum Beispiel TEDME, Mentimeter, Glisser, td:wrk, VoxVote, OMBEA, VoxR, feedbackr, OnlineTED, POLYAS, Backchannel, Socrative, eduVote

Welches Tool Sie einsetzen hängt davon ab, was sie abfragen wollen und wie sie mit den Ergebnissen danach umgehen wollen. Hier lohnt sich ein Vergleich.

 

* DDIM = Dachverband Deutscher Interim Manager







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