Widerrufsrecht: Unfreie Retoure muss angenommen werden

Widerrufsrecht in Sachen Retoure Widerrufsrecht bei unfreier Retoure

Wenn ein Kunde die Ware ohne Frankierung zurückschickt, dann muss sie entsprechend dem Widerrufsrecht trotzdem vom Händler angenommen werden. Hinweise in der Widerrufsbelehrung, dass unfreie Retouren nicht angenommen werden, sind rechtlich ungültig und ein entsprechendes Handeln wettbewerbswidrig.

Die Kosten der Retoure können von dem Kunden eingefordert oder mit einem Guthaben verrechnet werden, wenn in der Widerrufsbelehrung eine Regelung der Kosten getroffen wurde.

Für die Retoure ist der Kunde zudem nicht gezwungen den beigelegten Retourenschein zu verwenden. Das ist ein Service des Händlers der nicht in Anspruch genommen werden muss.

Hinweis: Verstöße können über Testkäufe sehr leicht festgestellt und dann abgemahnt werden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keine Rechtsbelehrung darstellt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Juristen mit entsprechenden Kenntnissen.

Mögliche Lösungen zu diesem Problem

  • Bei der Kalkulation der Preise und Versandkosten die Retourenkosten berücksichtigen und dafür die Retoure kostenlos anbieten.
  • Kundenklassifzierungen vornehmen. Kunden die wenig retournieren mit Zusatzrabatten und Versandkostenerstattungen belohnen.
  • Mit Kunden telefonieren und die Auswirkung der Kosten erläutern. Gegebenenfalls auch eine Ratenzahlung anbieten.

Weitere Links zum Thema Widerrufsrecht und Retouren

Mehr lesen bei Online-Händler:
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Dass ein Händler sich auf jeden Fall mit dem Thema Retouren auseinandersetzen muss, zeigt eine Studie des EHI:
Modehändler verzeichnen nach wie vor höchste Retourenquote

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